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Die passive Rolle einnehmen

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Oft liest man auf Webseiten oder Inseraten von Massage-Anbietern, dass der Gast "eine passive Rolle" einnehmen soll. Was ist damit gemeint und vorallem, weshalb soll man das tun?

Geht man in eine klassische Massage, so liegt man während einer Stunde (oder so) auf der Massageliege und lässt sich durchkneten. Man käme gar nicht auf die Idee etwas anderes zu machen, zum Beispiel den Masseur oder die Masseurin zu berühren. Und genau hier beginnt der Unterschied zwischen aktiv und passiv: Der Gast ist in diesem Szenario in der passiven Rolle, er empfängt.

Passiv geniessen ist nun bei sinnlichen oder erotischen Massagen der Schlüsselbegriff. Man geniesst die Atmosphäre und die Berührungen. Man schaltet ab und lässt mit sich geschehen. Mit der Masseurin zu interagieren ist in diesem Fall weder erwünscht noch angebracht. Und eigentlich ist doch das auch sehr schön, man braucht endlich mal nichts zu machen, man lässt sich verwöhnen und bedienen. Aus meiner Sicht bildet dies den maximalen Genuss.

Was ist nun, wenn man durch die Nähe diesen latenten Zwang verspürt, die Masseurin doch ein wenig zu streicheln oder einfach zu berühren? Eine klare Antwort hierauf hängt stark von der Situation und auch Sympathie ab. Was manchmal akzeptiert wird, ist wenn man seine Hand auf die Beine oder den seitlichen Oberkörper legt - also definitiv nicht an intime Stellen. Masseurinnen, welche jegliche Form der Nähe ablehnen, positionieren sich in der Regel so, dass gegenseitige Berührungen kaum möglich sind - oder sie geben ein klares Signal, dass es nicht erwünscht ist. Das muss man akzeptieren und weitere Berührungsversuche sind unangebracht.

Wie vorher bereits geschrieben, die passive Rolle einzunehmen heisst, mal für den Moment einfach abzuschalten und zu geniessen.

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